Von Vampiren, Riesen und verborgenen Piratenschätzen.
Lange vor Bram Stokers Dracula zitterte Istrien vor Jure Grando. Im kleinen Dorf Kringa wurde 1656 der erste historisch dokumentierte Vampirfall registriert. Es heißt, Jure sei nach seinem Tod jede Nacht aus seinem Grab gestiegen, um die Bewohner heimzusuchen.
Heute erinnert in Kringa ein kleines Museum an diesen gruseligen Teil der Geschichte — für Mutige gibt es sogar eine "Vampir-Bar".
Die Legende besagt, dass Istrien einst von Riesen bewohnt war, die die Städte auf den Hügeln bauten. Veli Jože war der bekannteste von ihnen. Er lebte in der Nähe von Motovun und war so stark, dass er mit bloßen Händen ganze Häuser versetzen konnte.
Er gilt bis heute als Symbol für den Mut und den Freiheitswillen der istrischen Menschen.
Der berüchtigte Pirat Henry Morgan soll auf seiner Flucht vor der britischen Flotte in den Lim-Fjord gesegelt sein. In den Ruinen der verlassenen Stadt Dvigrad habe er einen gewaltigen Schatz versteckt, der bis heute nie gefunden wurde.
Wer durch die stillen Ruinen von Dvigrad wandert, spürt noch heute den Hauch der Abenteuer und die Geheimnisse der Piratenzeit.
Einer alten Sage nach wurde das riesige Amphitheater in Pula nicht von Menschen, sondern von Feen ("Divi") erbaut. Sie trugen die gewaltigen Steine nachts vom Učka-Gebirge herab. Doch als der erste Hahn krähte, mussten sie fliehen und ließen die Arena unvollendet zurück — deshalb hat sie bis heute kein Dach.